Welche Vorteile alte Gerstensorten wie Steffi, Barke oder Maris Otter ins Bier bringen, wird demnächst einen ganzen Tag lang erkundet – von Züchtung und Anbau über das Mälzen bis hin zum Brauen und Verkosten. Bisher haben Bierkenner hauptsächlich Malzsorten herausgeschmeckt. Das nun auch die Wahl der Gerstensorte in den Fokus der Brauer und Konsumenten rückt, dazu will das „RMI Analytics Heirloom & Terroir Barley and Malt Symposium“ beitragen. Es findet vor der Brau Beviale am Montag, dem 12. November, in der Messe Nürnberg statt. Tickets könnte Ihr Euch hier sichern.

Die Ausschreibung und Umsetzung des dazugehörigen Brauwettbewerbs gehört zu meinen Aufgaben. Im Frühjahr habe ich den Brauer John Mallett von der Bell’s Brewery in Michigan, UK Bierautor Pete Brown, den Niederländer Henri Reuchlin vom Vorstand der European Beer Consumers Union, und den Brauer Yvan de Baets von der Brasserie de la Senne in Brüssel in die Jury berufen und angeleitet, aus den 29 eingereichten Bewerbungen zehn Biere zu nominieren. Sie werden auf dem Symposium zum Verkosten präsentiert. Und schaut selbst, welche Bewerbungen/Biere uns überzeugt haben. Voilà! Die Nominierten:

Wormtown Brewery, USA, Cream Ale gebraut mit Chevalier, Hana, Champion of VT, Heirloom Massachusetts Corn
Nils Oscar AB, Schweden, Kellerbier gebraut mit Balder
Brauerei Hofstetten, Österreich, Kellerbier gebraut mit Heines Haisa
The Cheshire Brewhouse, England, English IPA gebraut mit Chevalier
Skagit Valley Malting, USA, Blonde Ale gebraut mit Obsidian
Toit Brewery, Indien, Ordinary Bitter gebraut mit Chevalier
Smash Brewing Project, Deutschland, Kellerpils gebraut mit Barke
Muntons & Tiny Rebel, England, ESB Cask gebraut mit Marris Otter
We2 Einzigartige Biererlebnisse, Deutschland, Süddeutsches Hefeweizen gebraut mit Laufener Landweizen
Deutsche Kreativbrauer e.V., Deutschland, Historisches Bier gebraut mit Chevallier, Spiegelgerste

Die Jury setzt sich im November erneut zusammen, um aus allen Nominierten vier Gewinner herauszuschmecken. Die Preisverleihung der besten Vier findet am Abend des Symposiums statt. Es lohnt sich, dabei zu sein. Allein schon, diese tollen Biere zu verkosten, wird sehr viel Aufschluss über das Potenzial von alten Gerstensorten geben. Ich bin sehr gespannt und freu mich riesig auf November.